Die Top 10 Soft Skills Beispiele auf die Arbeitgeber achten

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Arbeitgeber legen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter zunehmend Wert auf sogenannte Soft Skills. Diese sind von großer Bedeutung, da sie in Kombination mit deinen fachlichen Kompetenzen sicherstellen, dass du eine wertvolle Bereicherung für das Unternehmen bist. In diesem Artikel findest du eine kurze Definition sowie die Top 10 Soft Skills, auf die Arbeitgeber besonders achten.

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Das versteht man unter Soft Skills

Unter Soft Skills versteht man bestimmte Schlüsselkompetenzen, die über die reinen Fachkompetenzen (Hard Skills) hinausgehen. Sie lassen sich schwerer nachweisen, da es dafür keine formalen Nachweise wie Zeugnisse gibt. Soft Skills können in drei Kategorien unterteilt werden:

  1. Methodische Kompetenzen: Diese Fähigkeiten helfen dabei, Aufgaben zu erledigen und Probleme zu lösen. Sie sind auch notwendig, um Fachkompetenzen zu erlernen und Dinge zu organisieren.
  2. Soziale Kompetenzen: Diese beziehen sich darauf, wie gut und empathisch man mit anderen Menschen umgehen kann.
  3. Persönliche Kompetenzen: Sie betreffen die Selbstwahrnehmung und das eigene Verhalten.

Soft Skills sind entscheidend, da sie das Potenzial eines Mitarbeiters bestimmen. Nur in Kombination mit Soft Skills können Hard Skills effektiv eingesetzt werden. Bei der Personalentscheidung sind Soft Skills oft noch wichtiger als Hard Skills, da sie dich von anderen unterscheiden und deine "Employability" erhöhen.

Die Top 10 Soft Skills Beispiele

Es hängt immer von den spezifischen Anforderungen einer Stelle ab, welche Soft Skills besonders gefragt sind. Dennoch gibt es bestimmte Kompetenzen, die Unternehmen erwarten. Hier sind die Top 10 Soft Skills, die von Arbeitgebern am meisten geschätzt werden.

Organisationstalent

Als methodische Kompetenz essenziell, da in vielen Bereichen der Überblick und die organisierte Herangehensweise an Aufgaben von entscheidender Bedeutung sind. Ein gewisses Organisationstalent ermöglicht es dir, verschiedene Aufgaben zu koordinieren und somit das Arbeitsleben für alle Beteiligten zu erleichtern.

Problemlösungskompetenz

Auch diese methodische Fähigkeit wird von den meisten Arbeitgebern erwartet. In vielen Berufen können unerwartet Probleme auftreten. Wie du in solchen Stresssituationen reagierst und Lösungen findest, ist für Arbeitgeber entscheidend, da sie sicherstellen möchten, dass du eigenständig arbeiten kannst.

Zeitmanagement

Wie beim Organisationstalent geht es hier darum, Aufgaben innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu erledigen. Gutes Zeitmanagement gewährleistet, dass Aufgaben gewissenhaft und termingerecht abgeschlossen werden.

Zuverlässigkeit

Im Berufsleben genauso wichtig wie in zwischenmenschlichen Beziehungen generell. Arbeitgeber müssen sich darauf verlassen können, dass du dein Wort hältst. Zuverlässigkeit trägt wesentlich zu einem positiven Arbeitsverhältnis bei und minimiert Risiken für den Arbeitgeber.

Kommunikationsfähigkeit

Ganz gleich ob Fragen, Probleme oder der Smalltalk in der Pause - im Job musst du kommunizieren können. In der Berufswelt ist Kommunikationsfähigkeit entscheidend, da sie Missverständnisse und Verzögerungen reduziert. Du zeigst damit, dass du in der Lage bist, effektiv mit anderen zu kommunizieren und die richtigen Worte zu finden.

Teamfähigkeit

Egoshooter funktionieren nur als Computer-Spiel, nicht im Job. Eine der wichtigsten Kompetenzen ist dementsprechend die Teamfähigkeit. Ein gutes Team verspricht Erfolg, daher ist es unerlässlich, dass du vernünftig mit anderen zusammenarbeiten kannst, dich einbringst und konstruktive Kritik äußern kannst. Teamfähigkeit bedeutet nicht, zu allem Ja zu sagen, sondern durchdacht auf Vorschläge einzugehen und sie gegebenenfalls zu hinterfragen oder zu unterstützen.

Kritikfähigkeit

Kritikfähigkeit bedeutet, sowohl konstruktiv Kritik zu äußern als auch anzunehmen und daraus zu lernen. Es ist wichtig, auf Kritik positiv zu reagieren, um sowohl sich selbst als auch das Unternehmen voranzubringen.

Engagement

Engagiertes Arbeiten zeigt Arbeitgeber:innen, dass du voll und ganz bei der Sache bist. Engagement und Eigenititative sind Eigenschaften, die alle Unternehmen schätzen, jedoch nicht immer von ihren Mitarbeitern erhalten.

Verantwortungsbewusstsein

Verantwortungsbewusstsein bedeutet, Aufgaben zu übernehmen und die Konsequenzen für deren Erledigung zu tragen - positiv wie negativ. Es ist wichtig, Verantwortung ernst zu nehmen und zuverlässig zu handeln.

Selbstreflexion

Über die eigene Arbeit und das Verhalten nachzudenken, ist enorm wichtig. Je besser du dich selbst kennst und einschätzen kannst, desto erfolgreicher und zufriedener wirst du arbeiten. Arbeitgeber legen zunehmend Wert darauf, wie gut du in der Lage bist, dich selbst zu analysieren und im Zweifel zu hinterfragen.

Wie du Soft Skills im Vorstellungsgespräch formulierst (Beispiele)

Jetzt kennst du zwar die Top 10 Soft Skills, weißt aber noch nicht, wie du sie im Vorstellungsgespräch am besten einbringen sollst. Im Idealfall denkst du daran, immer ein konkretes Beispiel zu nehmen, mit dem du darstellen kannst, wie du Soft Skills nutzt oder erlernt hast. Um dir aber auch eine konkrete Idee zu geben, haben wir hier Beispielformulierungen anhand der oberen Soft Skill Beispiele zusammengefasst.

  • Organisationstalent: „Ich helfe schon seit mehreren Jahren dabei, das Musikfest meiner Musikschule auf die Beine zu stellen. Dadurch habe ich gelernt zu organisieren, zu planen und zu delegieren, was mir auch in meinem Job schon geholfen hat.”
  • Problemlösungskompetenz: „Sobald es in meinem Freundeskreis ein Problem gibt, werde ich dazu geholt, um es zu lösen. Ich bin unter meinen Freunden diejenige, die Probleme immer direkt angeht und schnelle Lösungen findet.”
  • Zeitmanagement: „Ich war während meinem Studium dafür bekannt, dass ich immer ein optimales Zeitmanagement hatte. Ich habe es immer geschafft, meine Aufgaben so zu planen, dass ich alles pünktlich und vernünftig erledigt hatte.”
  • Zuverlässigkeit: „Ich wurde schon immer als sehr zuverlässig beschrieben. In meinem Verein kümmere ich mich immer um die Kinderbetreuung und habe noch nicht ein Event verpasst, wenn ich gesagt habe, dass ich komme.”
  • Kommunikationsfähigkeit: „Ich war in meinem alten Job mitunter für den Kontakt mit Kunden verantwortlich, da ich auch in schwierigen Situationen die richtigen Worte finde und ruhig bleibe. Mir fällt es sehr leicht, mit anderen Menschen zu kommunizieren.” 
  • Teamfähigkeit: „Die Arbeit im Team macht mir am meisten Spaß. Das zeigt sich auch in meiner Freizeit, da die meisten meiner Hobbies mit Teamarbeit zu tun haben. Ich liebe sämtliche Mannschaftssportarten und habe auch schon einige ausprobiert.”
  • Kritikfähigkeit: „Ich bin immer dazu bereit, mir Feedback anzuhören. Ich weiß, dass mich Feedback voranbringen kann und dadurch meine Arbeit verbessern kann.”
  • Engagement: „Ich engagiere mich gerne sowohl in meinem Job als auch in meiner Freizeit. Deshalb bin ich auch immer noch in dem Sportverein ehrenamtlich tätig, in dem ich früher selbst trainiert habe.”
  • Verantwortungsbewusstsein: „Ich versuche immer alles zu geben und bin mir meiner Verantwortung sehr bewusst. Als ich das erste Mal als Babysitter gearbeitet habe, waren die Eltern des Kindes überrascht, dass ich nicht geschlafen habe, als sie nachts wieder nach Hause gekommen sind. Obwohl ich sehr müde war, konnte ich aber nicht einschlafen, weil es meine Aufgabe war, aufzupassen, damit nichts passiert." 
  • Selbstreflexion: „Ich nehme mir gerne Zeit zur Selbstreflexion, um zu sehen, wo ich mich verbessern könnte. Ich habe gelernt, dass ich mir die Zeit nehmen muss, um danach wieder voll durchstarten zu können.“ 

Soft Skills verbessern: So wirst du fit für den Job

Soft Skills sind eng mit unserem Charakter verbunden, weshalb wir viele dieser Fähigkeiten schon im Kindesalter entwickeln und kontinuierlich verbessern. Doch auch im Erwachsenenalter können wir aktiv daran arbeiten, neue Soft Skills zu fördern und zu trainieren, oft durch Coachings oder Seminare.

Im Alltag lassen sich Soft Skills ebenfalls gut üben, obwohl das phasenweise Zeit und Anstrengung erfordert. Sei dir bewusst, dass du in allen Lebensbereichen von deinen Soft Skills profitierst - nicht nur im Beruf. Das sollte dich motivieren, ständig weiter zu üben und zu wachsen.

Hier sind einige Tipps, um deine Soft Skills zu trainieren:

  1. Identifiziere deine Defizite: Selbstreflexion ist der erste wichtige Schritt. Finde heraus, welche Soft Skills du bereits beherrschst und wo du noch Verbesserungspotenzial hast. So weißt du, worauf du dich konzentrieren solltest.
  2. Setze klare Ziele: Wenn du weißt, an welchen Soft Skills du arbeiten musst, überlege dir, warum diese wichtig für dich sind. Halte dir vor Augen, welches Ziel du damit verfolgst, sei es eine Beförderung oder eine bessere Teamarbeit. Das hilft dir, fokussiert zu bleiben.
  3. Übe kontinuierlich: Sobald du deine Ziele definiert hast, heißt es üben, üben, üben. Suche aktiv nach Alltagssituationen, in denen du deine Soft Skills trainieren kannst. Möchtest du beispielsweise besser im Umgang mit Menschen werden, nimm dir vor, regelmäßig Smalltalk zu führen.
  4. Bleib dran: Das Training von Soft Skills erfordert Ausdauer. Diese Fähigkeiten entwickelt man nicht über Nacht, sondern sie verbessern sich kontinuierlich mit der Zeit. Gib nicht auf und sei geduldig mit dir selbst.

Mit diesen Strategien wirst du in der Lage sein, deine Soft Skills zu stärken und in allen Lebensbereichen davon zu profitieren - nicht nur beim Netzwerken, sondern auch im Job.