So schreibst du einen herausragenden Lebenslauf (mit Vorlagen)

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Für viele Personaler ist der Lebenslauf das wichtigste Dokument einer Bewerbung. Hier erfahren sie alles über dich, was für ihre Suche nach einem geeigneten Kandidaten relevant ist. Viele lesen zuerst deinen Lebenslauf, um sich ein Bild von dir, deinen Erfahrungen und Qualifikationen zu machen. Oft entscheiden sie dann bereits direkt im Anschluss, ob sie dein eigentliches Bewerbungsschreiben überhaupt lesen.

Du solltest dir also definitiv Gedanken machen, wie du deinen Lebenslauf optimierst. Hier kommt dir Bright Network zur Hilfe, indem wir nicht nur Tipps für den Aufbau eines Lebenslaufes und Hinweise geben, worauf du achten solltest, sondern indem wir dir auch entsprechende Vorlagen an die Hand geben. Lies dir also diesen Artikel durch und formuliere einen Lebenslauf, der die Personaler überzeugt, dich zu einem Gespräch einzuladen! 

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Was brauchst du für einen überzeugenden Lebenslauf?

Bevor es um den Aufbau und genauere Details des Lebenslaufes geht, setzen wir zunächst die Rahmenbedingungen für einen Lebenslauf, der wirklich überzeugt.

  • Dein Lebenslauf sollte klar strukturiert und übersichtlich sein. Achte darauf, dass er nicht mehr als 1 bis maximal 2 Seiten umfasst. 
  • Stelle sicher, dass die wichtigsten Stationen deines beruflichen Werdeganges deutlich erkennbar sind. Wähle also Schriftart und Schriftgröße, die leicht zu lesen sind, wie zum Beispiel Times New Roman oder Calibri in Schriftgröße 11 oder 12. 
  • Vermeide Fehler. Für viele Personaler wirken sich Grammatik-, Rechtschreib- oder Tippfehler direkt negativ aus. So wirst du schnell aussortiert.
  • Passe deinen Lebenslauf an die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen an.  

Format & Design deines Lebenslaufes 

Damit dein Lebenslauf direkt auf den ersten Blick überzeugt, solltest du Wert auf Format und Design legen. Hier erfährst du alles, was es darüber zu wissen gibt.

Typen von Lebensläufen 

Es gibt insgesamt drei Arten von Lebensläufen: den tabellarischen, ausführlichen und handgeschriebenen Lebenslauf.

Wenn nicht anders gefordert, solltest du dich für den tabellarischen Lebenslauf entscheiden. Dieser ist mittlerweile Standard und bei Personalern beliebt, weil er ihnen alle Informationen kompakt liefert. Letztlich könntest du die hier aufgelisteten Tipps aber natürlich auch auf die anderen Arten anwenden. 

Der tabellarische Lebenslauf

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Art von Lebenslauf um eine (zweispaltige) Tabelle. In die linke Spalte schreibst du die Zeiträume, während du in der rechten Spalte die Position und das Unternehmen einträgst. So entsteht ein leicht lesbares Format, mit dem die Personaler schnell die relevantesten Informationen bekommen. 

Für den tabellarischen Lebenslauf gibt es drei verschiedene Arten von Layouts. 

  • klassischer Lebenslauf 
  • moderner Lebenslauf
  • kreativer Lebenslauf

Der klassische Lebenslauf ist für dich meist am interessantesten, da er perfekt für Berufseinsteiger geeignet ist. Hier sieht man alle relevanten Informationen klar strukturiert auf einen Blick. Die moderne oder kreative Variante ist erst dann wirklich sinnvoll, wenn man viele (und komplexe) Informationen sinnvoll strukturiert vermitteln möchte. 

Natürlich hat die Auswahl zusätzlich etwas mit der Branche zu tun, in der du dich bewirbst. Sieh dir also an, was gefordert wird und wähle dementsprechend den passenden aus.

Aufbau eines Lebenslaufes 

Der Aufbau eines Lebenslaufes sollte immer in etwa gleich sein, egal für welche Art du dich entscheidest:

  1. Deine persönlichen Informationen
    Hier schreibst du ganz einfach deinen Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
  2. Foto
    Hier solltest du ein professionelles Foto wählen - aber nicht unbedingt das vom letzten Urlaub. Mittlerweile fordern viele Unternehmen kein Foto mehr, da sie die Gleichberechtigung aller Bewerber unterstützen wollen.
  3. Angestrebte Position
    Kein Muss, macht aber einen guten Eindruck, da du zeigst, dass du die Bewerbung für ein bestimmtes Unternehmen geschrieben hast.
  4. Beruflicher Werdegang
    Das sind die wichtigsten Informationen, die Personaler aus deinem Lebenslauf ziehen. Du solltest deinen beruflichen Werdegang definitiv anti-chronologisch auflisten. 
  5. Ausbildung/Berufsausbildung/Praktika/Auslandsaufenthalte
    Auch diese Schritte sind wichtig, vor allem, wenn du kaum Berufserfahrung hast. So wie beim beruflichen Werdegang solltest du diese Informationen anti-chronologisch auflisten. 
  6. Besondere Kenntnisse, Qualifikationen & Sprachen
    Hier kannst du zum Beispiel auflisten, welche Computerkenntnisse du hast oder welche Hard Skills du durch Kurse oder ähnliches erlangt hast. Achte darauf, dass du bei deinen Sprachen auch immer das Level mit angibst, damit schnell erkennbar ist, wie gut du die jeweilige Sprache tatsächlich beherrschst.  
  7. Hobbys & weitere Interessen
    An dieser Stelle kannst du den Personalern deine Soft Skills zeigen. Obwohl diese vor allem im Bewerbungsschreiben wichtig sind, können sich die Personaler hier schonmal eine erste Vorstellung bilden. Achte darauf, dass deine hier gelisteten Eigenschaften für die Stelle wirklich relevant sind. 

Was muss definitiv im Lebenslauf zu finden sein? 

Der berufliche Werdegang sollte eigentlich im Fokus eines Lebenslaufes stehen. Als Berufseinsteiger wirst du hier noch nicht allzu viele Erfahrungen haben. Wenn du schon ein wenig Berufserfahrung sammeln konntest, liste sie in anti-chronologischer Reihenfolge auf, d.h. die neueste Position zuerst. 

Wenn du noch nicht so viel Berufserfahrung sammeln konntest, konzentriere dich auf deine Ausbildung und gehe hier in zeitlich umgekehrter Reihenfolge vor. Somit wird dein letzter Schulabschluss als Erstes gesehen. Hier gehört alles rein, deine Uni-Abschlüsse sowie dein letzter Schulabschluss. Die Grundschule brauchst du nicht zu erwähnen, da es sonst zu viel wird. 

Als Nächstes kannst du dann noch deine Praktika und/oder Auslandsaufenthalte aufzählen und weitere Erfahrungen zeigen, die du bereits sammeln konntest.

Bei besonderen Kenntnissen und Qualifikationen geht es vor allem um Fachwissen, das du mitbringst und dich somit für die Personaler noch interessanter macht. Es geht also konkret um die sogenannten Hard Skills. 

Ein Aspekt, den du durch deinen Lebenslauf zumindest schon einmal streifen kannst, sind deine Soft Skills. Obwohl diese im Vorstellungsgespräch und Bewerbungsschreiben eine deutlich größere Rolle spielen, kannst du durch deine Hobbys und Interessen schon ein wenig zeigen, was dich als Mensch und Persönlichkeit ausmacht. Achte allerdings darauf, dass du nur solche nennst, die für die Stelle relevant sind. 

Für weitere Informationen kannst du hier auch unseren Artikel über das Bewerbungsschreiben ohne großartige Berufserfahrung lesen. 

Was kannst du weglassen? 

Hier zum Abschluss nun noch eine Liste von Dingen, die du ruhigen Gewissens weglassen kannst:

  • Wie schon angesprochen - verzichte auf irrelevante Hobbys und Interessen.
  • Ort und Datum, da diese Informationen bereits im Bewerbungsschreiben zu finden sind. 
  • Deine Unterschrift. Du musst den Lebenslauf nicht unbedingt unterschreiben. Wenn es der Platz zulässt, kannst du zwar unterschreiben, aber es ist definitiv nicht allzu wichtig.
  • Familienstand und Informationen zu deiner Familie. Früher war es üblich, den Familienstand mit anzugeben, heutzutage ist das aber nicht mehr notwendig. Gleiches gilt für die Berufe von Eltern und Geschwistern - auch diese zählen mittlerweile zu den nicht mehr relevanten Informationen.

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